Adieu Ludwigsparkstadion

 

Es war also dieser Tag gekommen, den eigentlich kein FCS-Fans je erleben wollte. Das letzte Pflichtspiel des FCS im Ludwigsparkstadion stand an. Der Gegner war an diesem Samstagmittag der TSV Steinbach aus Hessen.
Unser „Lupa“ ist wirklich in die Tage gekommen, jedoch gibt er vielen FCS-Fans eine Heimat und Identität für den FCS und seine Fanszene.
Von einem 6-1 gegen Bayern München bis zu einem 1-5 gegen Pfullendorf hat der Park alles erlebt, von Gummi Mayer Landau im ASV bis zur deutschen Nationalmannschaft alles gesehen. Er hat viele Aufstiege mitgemacht und mindestens genauso viele Abstiege. Wir alle haben hier große, emotionale Momente erlebt, sind aber auch schon oft völlig frustriert nach Hause. Viele Jahre, bei einigen sogar Jahrzehnte, hat er uns begleitet. Nach über 62 Jahren setzt er sich nun zur Ruhe.

Gegen 9:30h versammelten sich an diesem Samstagmorgen die ersten BierWölfe am Ludwigsparkstadion mit einem gefüllten Bollerwagen um sich Richtung Schlossmauer aufzumachen. Unterwegs fanden sich immer mehr BierWölfe ein, sodass man an der Schlossmauer mit 10 BierWölfen vertreten war. Der Anblick, welcher sich beim Überqueren der Alten Brücke für uns in die Augen fiel, war sensationell. „Ludwigsparkstadion für immer und ewig“ hing über der Schlossmauer. In der Mitte ein riesiges FCS-Wappen welches bis zum Boden reichte. Vielen Dank an die Initiatoren dieser Aktion (Ein Bild davon gibst auch in unserer Bildergalerie).
So verbrachten wir die Zeit oben auf der Schlossmauer mit Bier und Glühwein bis sich die gut 250 FCS-Fans gegen 12 Uhr auf den Weg Richtung Ludwigsparkstadion aufmachten. Gegen 12:30h erreichten wir dann das Stadion, wo wir noch schnell am geparkten Auto einen Imbiss zu uns nahmen und den Bollerwagen im Auto verstauten.

Nachdem wir unsere Plätze im Stadion eingenommen hatten, ging es auch schon fast los mit dem Spiel. Von Vereinsseite kam so gut wie gar nichts zur Verabschiedung des Ludwigsparkstadions. Lediglich ein paar vorgelesene Worte des Stadionsprechers konnte man aufnehmen. Schwache Leistung der Führungsverantwortlichen des FCS!
Dafür ließen es die Fans richtig krachen. Eine Choreografie über alle drei E-Blöcke durften die Mannschaften beim Einlaufen und die übrigen Zuschauer bestaunen. Während des Spiels gab es dann mehrmals Pyrotechnik und Rauch (Impressionen hierzu in unserem YouTube-Kanal) zum Abschiedsspiel.

Halbzeit 1 ist im Prinzip schnell erzählt. Zum großen Erstaunen im weiten Rund hatte der TSV Steinbach von der ersten Minute an, das Geschehen auf dem Grün unter Kontrolle. Nach knapp einer viertel Stunde hatte Steinbach 4:0 Ecken für sich zu verbuchen. Immerhin verlor der TSV vor der heutigen Partie nur eines der letzten fünf Spiele. Außer zwei klaren Chancen, die Hohs entschärfen konnte, spielte der TSV Steinbach sich trotz klarer Feldüberlegenheit keine Nennenswerten Torgelegenheiten heraus.
Nach 30 Minuten kam der FCS dann besser in das Spiel und konnte noch zwei gute Chancen durch Sven Sökler und David Puclin herausspielen. Jedoch fand der Ball leider nicht den Weg in das Tor. David Puclin musste dann in der 41. Minute das Feld verlassen und Platz für Marius Willsch machen.
Wie im Nachgang der Partie bekannt wurde, musste Puclin wegen Kreislaufprobleme das Spielfeld verlassen. Somit ging es mit einem 0:0 zum Pausentee.

Die zweite Halbzeit startete mit einem Paukenschlag. Sven Sökler setzte sich im Zweikampf gegen den Steinbacher Jakobs durch und dieser wusste sich nicht anders zu helfen wie zu einer Notbremse auszuholen. Da diese Szene innerhalb des 16er stattgefunden hat, zeigte Schiedsrichter Michael Kimmeyer auf Strafstoß und Rote Karte für den Steinbacher. Den fälligen Strafstoß verwandelte Matthew Taylor in die rechte Ecke zur 1:0-Führung (47.).
Kurz nach diesem Treffer (48.) durfte Marco Meyerhöfer sein Comeback nach überstandener Verletzung feiern. Allerdings kam die Auswechslung nicht freiwillig zustande, da Alex Hahn den Platz verletzt verlassen musste.
Der FCS nahm sein Schicksal nun endlich in die eigene Hand und brachte das Spiel mehr und mehr unter Kontrolle. Von Steinbach war jetzt noch weniger zu sehen wie vom FCS in Halbzeit 1. Lediglich eine Tormöglichkeit erspielten sich die Steinbacher im gesamten Ablauf der zweiten Halbzeit.
Das 2:0 von Marius Willsch per Kopf nach Flanke von Sven Sökler, kennen wir nur aus Erzählungen nach dem Spiel. In dieser 55.Spielminute wurde gerade Rauch und Pyrotechnik zum Abschied des Ludwigspark gezündet, sodass uns die Sicht auf das Spielfeld kurzzeitig versperrt war.
Nachdem wir etwas Rauch einatmen durften und danach wieder freie Sicht hatten, fiel auch schon das 3:0. Nur 9 Minuten nach dem zweiten Tor war Taylor mit seinem zweiten Tor an diesem Nachmittag treffsicher. Nach Querpass von Sven Sökler hatte der US-Boy keine Probleme den Ball in die Maschen zu befördern.
Der FCS hatte nun alles unter Kontrolle und ließ Steinbach keine Chance mehr in das Spiel zu gelangen. In der 83. Minute konnte Matthew Taylor einen Ballgewinn an Felix Luz weitergeben. Dieser hatte dann keine Probleme den Steinbacher Keeper Pauli in die falsche Ecke zu schicken und damit den 4:0-Endstand herzustellen. Damit zündete am heutigen Tage auch der zweite Joker von Trainer Falko Götz. Felix Luz kam in der 77. Spielminute für den heuten eher blassen SevenO.

Nach dem Spiel fanden sich BierWölfe noch im F-Block zusammen und nahmen Abschied vom Ludwigsparkstadion. Unter Vereinsliedern aus der Lautsprecherbox und vom Verein gestelltes Freibier plauderten wir noch etwas miteinander und tranken das letzte Bier gemeinsam im altehrwürdigen Ludwigsparkstadion.
Danach trennten sich die Wege der BierWölfe an diesem denkwürdigen 05.12.2015 und man verabschiedete sich bis zur Weihnachtsfeier am vierten Adventwochenende wo wir das Jahr 2015, welches im September die Gründung unseres Fanclubs hervorbrachte, noch einmal gemeinsam feiern wollen und uns auf die Weihnachtsfeiertage einzustimmen.
Das Fazit des heutigen Tages kann man trotz des verdienten und höchsten Saisonsieges nur ganz kurz mit folgenden Worten zusammenfassen:

Lieber Ludwigspark, schön dass du da warst, wir werden dich nie vergessen! Adieu Ludwigspark.

Bilder zum Spiel gibt es wie immer in unserer Galerie. Ebenso ein Videozusammenschnitt in unserem YouTube-Kanal.
Zudem gibt es heute noch von unserem Mitglied Saarlandpower ein schönes Video für euch.

 

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