Saarlandpokalniederlage in Wiesbach

Auch die kommende DFB-Pokal Saison findet ohne den 1. FC Saarbrücken statt und wie schon beim letzten Mal heißt der Grund dafür Hertha Wiesbach. Hatte beim letzten Spiel aber noch der mehr als bescheidene Schiedsrichter eine große Mitschuld daran, enttäuschte diesmal einzig und allein die Mannschaft. Im Moment ist es einfach sehr frustrierend!

Zugegebenermaßen war gestern nicht alles schlecht. Die ersten 15 Minuten sahen phasenweise sogar nach Fußball aus. So hatte Jens Meyer gleich in der 3. Minute die große Chance zur Führung, aber sein Kopfball konnte Sebastian Lück gerade noch von der Linie kratzen. Je länger die Halbzeit allerdings dauerte, desto besser fand Wiesbach ins Spiel. Und wie so oft in den letzten Wochen, wenn der Gegner halbwegs passabel verteidigt hat fehlt es unserer Mannschaft an sämtlichen Ideen eine Lösung zu finden. Dennoch fiel das Tor für Wiesbach in dieser Phase glücklich und das nicht nur aufgrund des bisherigen Spielverlaufs. Denn erst lässt sich Schäfer ausstanzen und anschließend patzt Salfeld noch zu allem Überfluss. So hatte Krauß keine Probleme den Ball zum 1-0 im Tor unterzubringen. Man sah der Mannschaft durchaus an das sie im Anschluss um eine direkte Antworte bemüht war, aber wenn zu Chancen kam wurden sie kläglich vergeben.

Und an diesem Bild änderte sich den Rest vom Spiel nichts mehr. Die einzige gute Phase in der zweiten Halbzeit war rund um den Ausgleich, in der man Tatsächlich so was wie Druck entwickeln konnte und Wiesbach auch Probleme bekam. Der Ausgleich war aber schon mehr als symbolisch für unsere derzeitige Situation – ein Eigentor. Nach einer Flanke von Sven Sökler beförderte Lück den Ball ins eigene Tor. Von den Gastgebern selbst war in der zweiten Halbzeit nicht viel zu sehen in der Offensive. In der Nachspielzeit hatte Sökler dann noch die Riesenchance zum Knockout, der ehemalige Saarbrücker Julian Wamsbach konnte den Schuss aber gerade noch zur Ecke abwehren.

Verlängerung! Und da nahm das Übel in der 99. Minute seinen Lauf. Der eingewechselte Col Angelo Dal nahm den Ball am 16er direkt und beförderte ihn, unhaltbar für Salfeld, ins lange Eck. Wer jetzt auf das große Aufbäumen hoffte wurde aber bitter enttäuscht. Stattdessen waren die Hausherren in der zweiten Halbzeit der Verlängerung dem dritten Tor oft näher, als wir dem zweiten! In der 120. Minute gab es trotzdem nochmal die Chance zum Ausgleich und was für eine. Okoronkwo tauchte nach einem feinen Spielzug frei vor Wamsbach auf, scheiterte aber an selbigem. Danach war das Spiel auch aus und zum dritten Mal in Folge (seit ein gewisser Kroate im Verein ist) scheitert der FCS schon frühzeitig an einem unterklassigen Verein im Saarlandpokal.

Natürlich hatte man die Spielkontrolle und natürlich hatte man ein Chancenplus. Aber gegen einen klassentieferen Gegner darf man das auch gerne erwarten. Wie die Tormöglichkeiten aber vergeben wurden, war teilweise abenteuerlich. Immerhin 30 der 120 Minuten waren ganz ordentlich, mehr aber nicht! Davon was Trainer und Spieler vor der Saison versprochen haben, ist man derzeit weit entfernt. Man tritt im Moment definitiv nicht wie eine Spitzenmannschaft auf! Bleibt nur zu hoffen dass sich das ganz schnell wieder ändert, zu Beginn der Saison hat man ja bewiesen dass man es kann.

Was abseits des Spiels passierte sollte an dieser Stelle aber auch nicht unerwähnt bleiben. Auf den Platzsturm vom letzten Jahr reagierte man mit einem „Gästeblock“, der links und rechts mit Baustellenzäunen „gesichert“ wurde. Was sich die Verantwortlichen dabei allerdings gedacht haben wird wohl ihr Geheimnis bleiben. Beim letzten Mal sind schließlich die meisten Platzstürmer über die Banden gesprungen, was auch dieses Mal eine nicht allzu große Hürde gewesen wäre. Ähnlich unverständlich war der Auftritt unserer Staatsmacht. Ein völlig übertriebenes Polizeiaufgebot erwartete die BierWölfe und den Rest der blau schwarzen Fangemeinde. Klar waren es beim letzten Mal unschöne Szenen, aber trotzdem rechtfertigt das nicht einen dermaßen hohen Polizeiauftritt. In den letzten Jahren ist schließlich, abgesehen bei Spielen gegen Homburg, sonst nie groß etwas vorgefallen. Aber dann heulen im Anschluss irgendwelche Politiker Fußballspiele wären doch so teuer. Nach dem Spiel retteten ca. 20 Polizisten die bösen FCS Fans dann vor den armen Spielern und rechtfertigten so ihren Auftritt. In Wirklichkeit sind nur einige erboste Fans an den Zaun um den Spielern ihren Frust mitzuteilen.

Bleibt nur die Hoffnung, dass wir zum Stadtderby am Wochenende endlich wieder was Positives zu berichten haben. Die Bilder gibt es wie gewohnt in unserer Galerie.

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