Premierenfahrt mit Auswärtssieg

Knapp 2 Monate nach unserer Gründung wurde ein weiterer Meilenstein für die BierWölfe erreicht. Nach langer Planung stand unsere erste, selbstorganisierte Busfahrt zu einem Auswärtsspiel an. Mit Kickers Offenbach wartete auch einer der attraktivsten Gegner der Liga. Sportlich war es wohl die letzte Chance nochmal in den Aufstiegskampf einzugreifen.

9 Uhr, Merzig Hauptbahnhof, die Frisur sitzt und ein historischer Moment stand an. Der erste Wolfsrudel Express rollte an diesem frühen Sonntagmorgen los. Es war ein überragendes Gefühl für unseren noch jungen Fanclub. Nachdem wir dann in Saarbrücken den Rest der mehr oder weniger motivierten Wölfe einsammelten, rollte der vollbesetzte Bus endgültig Richtung Frankfurter Vorort. Die Stimmung war dabei jederzeit sehr ausgelassen und wie es sich für einen BierWölfe Bus gehört wurde ein Bier nach dem anderen verzehrt. Wir hatten auf jeden Fall großen Spaß! Als wir dann gegen halb 1 Offenbach erreicht hatten, wurden noch ein paar FC Lieder als „heiß Macher“ angestimmt. Am Stadion angekommen erwarteten uns dann die verschärften Sicherheitskontrollen, weswegen das Spiel auch mit 10 Minuten Verspätung angepfiffen wurde. Nach der Schweigeminute für die Paris Opfer ging es dann auch los.

Die Ausgangslage vor dem Spiel war klar. Nur der Sieger hält den Anschluss ans Spitzentrio, der Verlierer kann (wahrscheinlich) eine weitere Saison in Bahlingen, Walldorf und Co. planen. Dementsprechend nervös begannen beide Mannschaften. Außerdem merkte man den beiden Teams das gesamte Spiel die Verunsicherung aufgrund der Ergebnisse der letzten Wochen an. Die Blau-Schwarzen präsentierten sich aber, mit dem Sieg gegen Saar 05 im Rücken, minimal gefestigter als die Gastgeber.  Deren Spiel erinnerte phasenweise an das einer Schülermannschaft, das war gar kein Vergleich zu der Mannschaft die uns im April an gleicher Stelle noch mit 2-0 geschlagen hatte. Wenigstens der Einsatz stimmte heute bei beiden Teams, aus unserer Sicht kann man da nur sagen endlich! Aber so umkämpft (wir könnten hier auch das Wort „verkrampft“ verwenden) das Spiel auch war, das erste Tor war eine kleine Liebeserklärung an den Fußball. Maslanka leistet sich einen katastrophalen Fehler und spielt Taylor den Ball mustergültig in die Füße. Was der dann daraus macht hat Tor des Monats Qualität. Aus dem Fußgelenk heraus lupft der US-Boy das Spielgerät ganz elegant aus knapp 30(!) Metern über Endres hinweg ins Tor. Was für eine Bude! Am Ergebnis veränderte sich nichts mehr bis zur Halbzeit, bis auf einen guten Freistoß wurde David Hohs nie ernsthaft geprüft.

Auch in der zweiten Halbzeit änderte sich daran nicht viel. Offenbach zwar jederzeit bemüht, doch mangelte es an Ideen und spielerischer Qualität beim Vorjahresmeister. Unser Team lauerte wie zu erwarten jetzt auf Konter. Auch wenn die ein oder andere gefährliche Situation dabei heraussprang, vergab man diese Konterchancen aber wieder viel zu leichtfertig. So musste bis zum Ende gezittert werden und tatsächlich sollte der OFC noch die Riesenchance zum Ausgleich bekommen. In der 83. Minute konnte aber erst Hohs den Ball abwehren, dann rettete Schäfer auf der Linie und zum Schluss hämmerte Gebers den Ball an die Latte! Mächtig Glück für die Blau-Schwarzen in diesem Moment. Und so blieb es am Ende beim nicht unverdienten Auswärtssieg! Der FC war heute einfach den Tick cleverer als Offenbach. Der Sieg tat auf jeden Fall so gut und war auch sportlich ganz wichtig, für Offenbach bedeutet es wohl ein weiteres Jahr Regionalliga. Im Übrigen verloren die Gastgeber zum ersten Mal seit März 2014 wieder ein Heimspiel.

Aber nicht nur auf dem Platz war der FCS an diesem Nachmittag der Sieger, sondern auch auf den Rängen. Von Offenbach war kaum was zu vernehmen, der bisher mit Abstand schwächste Auftritt den wir diesbezüglich in den letzten Jahren von ihnen gesehen haben. Das einzige Mal das der Heimblock auffiel, war mit einer Fahne die vor allem von Nazis verwendet wird. Warum der OFC-Fan die Fahne das ganze Spiel behalten durfte werden wohl nur die Ordner und Polizisten wissen. Der Gästeblock dagegen war ein ums andere Mal lautstark zu hören. Nicht nur die BierWölfe hatten während den 90 Minuten viel Spaß. Ein guter Auftritt unserer verrückten Fangemeinde. Zur allgemeinen Belustigung sorgte dann auch noch die Nachricht vom Sieg der „Söhne Saarbrückens“ gegen Waldhof Mannheim.

Die Rückfahrt gestaltete sich mit dem Sieg im Rücken entsprechend ausgelassen. Das Bier schmeckte an so einem Tag natürlich auch besonders gut. Das Wolfsrudel hatte jedenfalls einen sehr gelungenen Ausflug. Wir hoffen natürlich, das es unseren Mitfahrern ähnlich gut gefallen hat. Für unseren geliebten Verein geht es indes nächste Woche in Freiburg weiter.

Zum Schluss möchten wir noch Danke sagen. Danke an alle die diese Fahrt mit geplant haben und an die Helfer. Ohne euch hätte es die Fahrt nicht gegeben! Und ein großes Dankeschön an alle Mitfahrer die dafür gesorgt haben, dass wir einen unvergesslichen Tag erleben durften!

Die Bilder gibt es wie gewohnt in unserer Galerie.

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