Groundhopping: Chóśebuz vs. Wölfe

Kaum hat das Jahr 2016 begonnen haben die BierWölfe Hunger auf Fußball! Zwei BierWölfe verweilten einige Tage im Urlaub in Brandenburg und erfuhren einige Tage vor Beginn der Reise, dass der amtierende DFB-Pokalsieger zum Freundschaftskick beim FC Energie Cottbus antritt. Natürlich ließen sich das die Fußballverrückten BierWölfe nicht entgehen und machten sich an diesem Freitag, den 08.01.2016 von ihrem Feriendomizil die knapp 65km auf den Weg zum Stadion der Freundschaft in Cottbus.
Bevor man die Spielstätte erreichte bemerkte man ab der Autobahnausfahrt direkt die Zweisprachige Verkehrsbeschilderung, deutsch und niedersorbisch. Einer der beiden BierWölfen war vor fast genau 10 Jahren schon einmal in Cottbus (26.03.2006, 1:0-Auswärtssieg des FCS), hatte aber an die Zweisprachigkeit keine Erinnerung mehr. So folgte man also der Beschilderung nach Chóśebuz.
Da das Stadion der Freundschaft in der Zwischenzeit renoviert und Umgebaut wurde, war es für beide BierWölfe im Prinzip ein neuer Ground. Nachdem in Stadionnähe einen Parkplatz gefunden hatte, erkundigte man sich am Stadionplan über die geöffneten Blöcke an diesem Tag. Der Gästeblock blieb geschlossen. Der Unterrang der Gegengerade, der Heimfanblock und die Haupttribüne waren geöffnet. Da wir nicht bei den Cottbus-Fans stehen wollten und wir gerade vor der Haupttribüne standen, gönnten wir uns den Luxus für 20€ das Testspiel des Drittligisten gegen das Starensemble von Dieter Hecking um die Weltmeister André Schürrle und Julian Draxler anzusehen.
Nachdem wir die laschen Eintrittskontrollen schnell hinter uns gebracht haben, verschafften wir uns erstmal einen Überblick über das kulinarische Angebot. Von Buletten über Fischbrötchen, der Stadion-Bratwurst und Currywurst, wusste der Gastgeber zu überzeugen. Wir entschieden uns erstmal für die traditionelle Stadion-Bratwurst mit Senf. An dieser Stelle verzichten wir aber auf den üblichen „Wurschdtest“ den wir diese Saison weiterhin nur bei Liga-Auswärtsspielen anbieten wollen. Jedoch würde die Cottbuser Wurst sicherlich weit vorne im Ranking landen.
Nachdem wir die Wurst verdrückt haben, begaben wir uns auf unsere Plätze in Reihe 4 höhe Mittellinie. Super-Plätze mit klasse Sicht, jedoch halt ein Sitzplatz. Zu unserer Freude konnten wir beim Aufwärmen beider Mannschaften gleich erkennen, dass „unser“ Manuel Zeitz in der Energie-Startelf stand.
Der VfL Wolfsburg ließ sich auch nicht lumpen und trat mit Bestbesetzung an. Benaglio – Schäfer, Träsch, Naldo, Vierinha – Schürrle, Draxler, Guilavogui, Knoche – Dost und Arnold schickte Chef-Coach Dieter Hecking auf den Rasen.

Die Geschichte von Halbzeit 1 ist schnell erzählt: Wolfsburg hatte das Geschehen auf dem Grün weitestgehend unter Kontrolle und kombinierte mit tollen Spielzügen sich vor den Cottbuser 16er. Dort fehlte dem VfL allerdings das Glück, bzw. kam der letzte Ball oft ungenau. Die Flanken von beiden Seiten waren sehr ungenau und erinnerten eher an den TSV Steinbach wie an den deutschen Vizemeister. Cottbus versuchte eng zu stehen und die Räume dicht zu machen und bei Ballgewinn zu schnellen Kontern anzusetzen. Zwei gute Chancen erarbeite man sich immerhin. Eine konnte Benaglio vereiteln die andere ging knapp am Pfosten vorbei.

In der Halbzeit zogen wir wieder zu den Imbissbuden und verzehrten noch eine leckere Currywurst.

Zur Halbzeit wurde munter durchgewechselt. Der Lord durfte nun auch in Cottbus vor 5.042 Zuschauern vorspielen. Allerdings hatte Cottbus nun ein optisches Übergewicht und hätte nach 50 Minuten einen Elfmeter bekommen können nach Handspiel der Wolfsburger Verteidigung. Eine viertel Stunde später forderte das Cottbuser Publikum erneut einen Elfmeterpfiff. Dies konnte von den BierWölfen aber nicht eindeutig bestätigt werden und so blieb der Pfiff von Schiedsrichter Lasse Koslowski aus. Und so kam es wie es kommen musste: Weltmeister Julian Draxler nickte nach Vorarbeit von Sebastian Jung per Kopf zum 1:0 für die Wolfsburger ein. Nach einer tollen Kombination drückte der Lord höchstpersönlich den Ball zum 0:2-Endstand über die Linie.
Für ein Testspiel machten die Energie-Fans ein gutes Bild und supporteten sehr ordentlich. Von Wolfsburger Seite kann man hierzu nichts sagen, da keiner Anwesend war.

Nach dem Spiel verließen wir dann ziemlich zügig das Stadion der Freundschaft und kehrten zufrieden über das gesehene Spiel in unser Ferienort zurück.

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